Häufig werden Kunstwerke nach Medien sortiert: Skulptur, Malerei, Fotografie, Zeichnung, Installation, Video und so weiter. Diese Einteilungen können sehr hilfreich sein, um einen künstlerischen Ausdruck mit einem bestimmten intellektuellen Diskurs in Verbindung zu bringen. Das erleichtert dann wiederum, mit anderen Menschen über das Gesehene zu sprechen. Diese Erfahrung des Austauschens ist ein essenzieller Bestandteil des > mehr
Das schon durch seine schiere Größe beeindruckende Bronze-Relief zeigt eine zeitlose Szene: ein Mensch, der aus dem Fenster schaut. Keinerlei Abstraktion, stattdessen detaillierte Figuration und illusionistisches Spiel mit Perspektive. Sogar eine Spiegelung in der geschlossenen Fensterfläche hat der Künstler eingebaut. Bei längerer Betrachtung fällt jedoch die Bewegung des Fensterguckers auf und es stellt sich die > mehr
Einige Dreiecke in kräftigem Grün, lose miteinander verbunden und von der Fassade eines Hauses hängend. Dieses Kunstwerk ist weder physisch noch formal herausragend, nicht überdimensioniert oder knallig im Farbton, sondern im Gegenteil ruhig und konzentriert. Die schlichten Formen erinnern an gefaltetes Papier. Vielleicht war der Künstler, so wie viele andere seiner Kolleginnen und Kollegen, von > mehr
Expressive und bunte Linien breiten sich auf, hinter und in gläsernen Scheiben aus, die von einem stählernen U gehalten werden. Blaue und gelbe Töne dominieren, es könnte sich um einen sommerlichen Strand handeln. Der Künstler erweist sich hier aber als eher untypischer Reiseanbieter und an welches Meer die Reise gehen soll, erfährt man durch das > mehr
Kürzlich sitze ich in der Straßenbahn Richtung Arheilgen und werde beim Blick nach draußen von einem grell gelb-orange besprayten Garagentor angeleuchtet. Als ich genauer hinsehe, erkenne ich einen Schriftzug: „Open Air Streetart Gallery“. Ich erinnere mich an das Darmstädter Ciddy-Geflüster, dass seit mehr als einem Jahr ein monumentales Open-Air-Museum parallel zum Rhön- und Spessartring entstehen > mehr
Mitten im Bessunger Forst, im Forstrevier Böllenfalltor, kann man derzeit als Teil des 11. Internationalen Waldkunstpfades ein seltsames Spektakel bewundern. Hoch über den Köpfen, zwischen Ästen und Blättern, schweben Gestalten, die aussehen wie eine Kreuzung aus exotischem Pilz und getrockneter Orange. Die Künstlerin Kim Rathnau will Betrachtenden das Gefühl geben, ein Quallenschwarm habe sich hier > mehr
Rosa Wolf klingt wie ein Künstlername. Ist aber keiner. Fest steht: Nur die Darmstädter Rosa Wolf ist die „echte“ – und sie sagt: „Ich habe mich für meinen Namen immer geschämt, bis eine Freundin meinte, dass er doch perfekt passt.“ Er passt, weil Rosa mit Haut und Haaren, die mal blau – und natürlich auch > mehr
Drei menschliche Figuren auf einem niedrigen Podest, zwei stehend, eine sitzend, keine Interaktion. Durch den metallischen Rahmen wirkt die Szene wie einer Haltestelle oder einer langen und seltsamen Fahrstuhlfahrt entnommen. Es ist kein angenehmes Bild, im Gegenteil, diese Gruppe zu beobachten ist unangenehm. In ferner oder auch nicht so ferner Zukunft könnten diese Gestalten unseren > mehr
Sie werden errichtet für Götter, Könige und Helden, im Gedenken an Schlachten, die Gründung von Nationen und andere artverwandte Block-Buster-Ereignisse der Geschichte. Der Obelisk, ein Klassiker unter den phallischen Monumenten, eignet sich hervorragend, um Macht zu markieren und sie dauerhaft zu demonstrieren. Formal lässt sich nicht viel holen bei diesen seit Jahrtausenden immer sehr ähnlich > mehr
Er weiß wie kein anderer, wie es ist, aus der Not eine Tugend zu machen. Dank seines Wirkens und seiner Initiative wurden Kunst und Kultur in Darmstadt auch während der Corona-Pandemie lebendig gehalten. Mit seinen zahlreichen Theaterprojekten schafft Kai Schuber-Seel nicht nur Kultur, sondern auch Inklusion und Gleichberechtigung in der Gesellschaft. Weil er daran geglaubt, > mehr
















