Alle Artikel von Meike Heinigk

Claude Wilhelm Darmstädter Gesicht

Claude Wilhelm

Es gibt keine Klingel, aber wenn sie nicht zuhause ist, kann man ihr eine kleine Nachricht auf die Kreidetafel schreiben, die an ihrer Haustüre hängt: „Liebe Claude, auf einen Milchkaffee im Weststadtcafé kurz vor Sonnenuntergang?“ Claude Wilhelm ist viel unterwegs, aber wenn sie sich für jemanden oder etwas Zeit nimmt, dann mit Muße. Auch der > mehr

besonders … US-Kasernen Der Baukultur auf der Spur + Typisch Darmstadt

besonders … US-Kasernen

Noch vor kurzem sah man sie früh morgens bei jedem Wetter joggen, sie saßen im Drive-In-Fastfood-Restaurant und tranken die Coke in Maxi-Size. In der dunklen Vorweihnachtszeit, in der man sie nicht mehr so oft sah, zogen Kitsch-Pilger zu ihnen, um sich die unglaublichsten Weihnachts-Lichtdekorationen genauer anzuschauen. Und plötzlich waren sie von heute auf morgen, ganz > mehr

Bookcrossing in Darmstadt: Jagen. Lesen. Freilassen. Aktionen und Partys + Kunst & Kultur

Bookcrossing in Darmstadt: Jagen. Lesen. Freilassen.

„Im Herrngarten auf einer Parkbank. Gehe durch den Eingang zwischen Landesmuseum und Staatsarchiv. Links vom Springbrunnen“, hinterließ morganaa am 28. August 2009 als Nachricht im WorldWideWeb. Der erste Hunter, der diesem Hinweis gefolgt war, fand das Buch „Schokolade zum Frühstück“, in einen Plastikbeutel verpackt und mit einem Aufkleber versehen: „Howdy! I´m a very special book. > mehr

Taschen von Airbag, Logstoff und Zwei Stilsicher (made in Darmstadt)

Taschen von Airbag, Logstoff und Zwei

Die Tasche: Noch vor wenigen Jahren beherbergte sie – sofern in weiblichem Besitz – Geldbörsen, Schlüssel, Taschentücher und allenfalls noch einen Lippenstift. Männer besaßen sie gar nicht, es sei denn, geschmacklich verirrt, als Pfeifenaufbewahrung am Handgelenk. zur beruflichen Verwendung dominierte der Aktenkoffer mit Zahlenschloss, das Freizeittransportmittel war der Rucksack. Mit ihm begann in den 90er > mehr

Hören und Riechen in unserer Stadt Zoten und G'schichten

Hören und Riechen in unserer Stadt

Seit ich fortgeschrittenen Alters bin und drei Kinder großzuziehen versuche, befasse ich mich pädagogisch orientiert mit den Sinnesorganen: Meine Kinder sollen das Leben haptisch erfahren, sie sollen den Bio-Gemüsebrei fühlen dürfen, bevor sie ihn schmecken. Sie sollen sich auf Tast- und Fühlpfaden an romantischen Orten im Odenwald weiterbilden – und überhaupt soll alles sinnlich und > mehr

Die „laid naid sürpries”-Reihe am Staatstheater Kunst & Kultur + Party & Konzerte

Die „laid naid sürpries”-Reihe am Staatstheater

Das Stück ist geschrieben. Regisseur und Bühnenbildner haben eine Vision. Innerhalb von acht Wochen wird diese umgesetzt, indem Schauspieler per minutiös getaktetem Probenplan Szene für Szene einstudieren, Schreinerei, Schneiderei, Requisite und Beleuchtung das Bühnenbild und die Kostüme erarbeiten. Bis zur Premiere sitzt jedes Wort, jede Bewegung. Das Premierenpublikum hat sich vorab im Schauspielführer informiert, es > mehr

Der Drink „Spritz” Made in Darmstadt

Der Drink „Spritz”

Es heißt, er sei „Made in Darmstadt“, der sonnenuntergang-rote Drink namens „Spritz“, den so mancher Darmstädter auch schon kurz nach Sonnenaufgang zum Beispiel im Minicafé zu sich nimmt. Man nehme zwei Drittel eines trockenen Weißweins, ein Drittel Mineralwasser, Eiswürfel sowie einen Schuss Campari und garniert das (nicht zu kleine) Glas mit einer Zitronenscheibe. „Spritz“ ist > mehr

Darmstädter Toilettentest: Pinkeln um jeden Preis Darmstädter Toiletten-Quartett

Darmstädter Toilettentest: Pinkeln um jeden Preis

„Paruresis“ nennt man man die Angst, in der Öffentlichkeit, zum Beispiel also in öffentlichen Toiletten, zu pinkeln. Was ist dran an dieser Phobie? Muss man sie in Darmstadts WC-Landschaft überhaupt entwickeln und inwiefern trägt das Ambiente der Gratispinkelanstalten Darmstadts dazu bei? Dies und mehr wollte das P wissen und schickte das Ehepaar Heinigk auf Forschungsreise > mehr

Jugendstilbad: Private Beobachtungen Typisch Darmstadt + Zoten und G'schichten

Jugendstilbad: Private Beobachtungen

Vor sechs Jahren wurde ich entführt. Einen halben Tag Autofahrt in die Schweiz, den Koffer vom geliebten Mann heimlich gepackt, brachte mich dieser in das architektonisch hochgelobte Areal des Peter Zumthor: die Therme Vals. Er hatte mir die falschen Sachen eingepackt, die Schuhe ganz vergessen und das Budget reichte nur für einmal Abendessen im Roten > mehr

Frankenstein the Monster Made in Darmstadt

Frankenstein the Monster

„Die gelbliche Haut verdeckte nur notdürftig das Spiel der Muskeln und das Pulsieren der Adern. Das Haupthaar war freilich von schimmernder Schwärze und wallte überreich herab. Auch die Zähne erglänzten so weiß, wie die Perlen. Doch standen solch Vortrefflichkeiten im schaurigsten Kontraste zu den wässrigen Augen, welche nahezu von derselben Farbe schienen wie die schmutzig > mehr